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DSV Pressemitteilung

DSV-MITTEILUNG 

An:
Geschäftsführer*innen und Präsident*innen der Landesschwimmverbände
DSV-Präsidium


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreund*innen.

Im Namen unserer über 520.000 Mitglieder habe ich einen Brief an das Innenministerium, das Finanzministerium und den Deutschen Städte- und Gemeindebund geschrieben, über den ich hier nun auch Sie und euch informieren möchte. Denn weitere Einschränkungen für die Schwimmbäder durch die Energiekrise wollen wir nicht einfach so hinnehmen. Bei allem Verständnis für Sparzwänge angesichts steigender Energiepreise in Folge des Ukraine-Krieges und der Notwendigkeit zur Reduzierung der Abhängigkeit der Gasversorgung von Russland haben wir die Politik noch einmal eindringlich davor gewarnt, das Schwimmen im Ausbildungs-, Gesundheits- und Sportbereich nach der Coronavirus-Pandemie erneut stärker einzuschränken.

Viele Badbetreiber erwärmen das Beckenwasser inzwischen um einige Grad weniger als sonst, und zwar gemäß einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB), die in ihrem Leitfaden auch die unter Umständen energetisch notwendige Schließung von Becken priorisierte. Auch von der für die Zuteilung zuständigen Bundesnetzagentur war nun zu hören, dass Freizeiteinrichtungen sich als erste auf Abschaltungen bei der Gasversorgung einstellen müssten. Diese Maßnahmen möchten wir so aber nicht umgesetzt sehen. Nicht nur den hunderttausenden Kindern und Jugendlichen in den Schulen und in unseren Vereinen zuliebe muss stattdessen nach besseren Lösungen gesucht werden als erneute Schließungen, und zwar gemeinsam im Dialog über alle föderalen Zuständigkeiten und Institutionen hinweg. Unserer Meinung nach ist es allerhöchste Zeit für ein grundsätzliches gesellschaftliches Bekenntnis zum „Kulturgut Schwimmen“ und das erfordert auch entsprechende finanzielle Maßnahmen. Wenn eine Senkung der Spritsteuer und billigere Tickets für den öffentlichen Nahverkehr möglich sind, sollte den Menschen und ihrer Gesundheit zuliebe dringend auch über die besondere Subventionierung von öffentlichen Schwimmbädern nachgedacht werden. Vorübergehende steuerliche Erleichterungen oder Zuschüsse für die zumeist kommunalen Badbetreiber sind dabei nur eine Option, jede Form von Unterstützung ist notwendig und willkommen. Denn letztlich ist Schwimmen mehr als ein Sport, es ist eine existenzielle Lebensgrundlage.

Sicherlich sehen Sie und seht ihr das ebenso. Und deswegen möchten wir bitten, in Ihrem/eurem direkten Umfeld ebenso zu argumentieren und euch für die Offenhaltung aller Wasserflächen einzusetzen. Im Sinne des Schwimmsports, im Sinne des DSV. Sollte es weitere Anregungen und Initiativen geben, freuen wir uns auf einen engen und regelmäßigen Austausch.

Mit sportlichen Grüßen

Marco Troll
DSV-Präsident




 

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